ALLMEDIA.AIOnboarding-Playbook · Trainer-Leitfaden
Onboarding · Trainer-Leitfaden

Das Onboarding-Playbook

Der verbindliche Leitfaden, um Kundenonboardings bei ALLMEDIA.AI professionell, konsistent und effizient durchzuführen – von der Vorbereitung bis zur Nachbetreuung.

DokumentOnboarding-Playbook für Trainer:innen
Version1.0 · Juli 2026
Gilt fürALLMEDIA.AI V2
ZielgruppeOnboarding-Trainer:innen (intern)
BegleitunterlagenLive-Trainingsunterlage · Vorlagen-Bibliothek · Trainer-Zertifizierung

1 · Zweck & Grundprinzipien

Dieses Playbook standardisiert, wie wir Kunden an ALLMEDIA.AI heranführen. Ziel ist ein Onboarding, das jedes Mal gleich hohe Qualität liefert – unabhängig davon, wer es durchführt – und den Kunden möglichst schnell in einen produktiven, selbständigen Betrieb bringt.

Die vier Leitprinzipien

Mehrwert vor Mechanik. Wir liefern Mehrwert dort, wo wir stark sind: Strategie, Setup-Qualität und Markenstimme. Wir sind keine „Klick-Affen“, die nur Menüs aufmachen.
Verstehen statt bedienen. Der Kunde muss verstehen, wie das System arbeitet, damit er es selbst nachjustieren kann. Verstehen schlägt Auswendiglernen.
Basis vor Perfektion. Wir schaffen eine tragfähige Basis, nicht Perfektion am ersten Tag. Die erste Konfiguration darf unfertig sein – Hauptsache, sie existiert und der Kunde weiß, wo er schärft.
Schrittweise statt alles auf einmal. Nicht alle Funktionen auf einmal. Schrittweise einführen, sonst droht Overwhelm und Content-Overflow.
Kernbotschaft an jeden Kunden. „ALLMEDIA nimmt euch sehr viel Arbeit ab, aber es ist ein Lernprozess. Ihr verändert eure Rolle vom Content-Creator zum Content-Kurator. Ein guter Beitrag muss so gut sein, dass ihr ihn nur noch feinschleifen müsst – wenn ihr jeden Beitrag komplett umschreibt, justieren wir hinten das Setup nach.“

2 · Zwei Onboarding-Typen erkennen

Kläre im Erstkontakt, welcher Typ vorliegt – davon hängt der gesamte Ablauf ab:

TypKunde sagt sinngemäßUnser Vorgehen
A · Full-Service„Das überlasse ich euch, es muss nur funktionieren. Ich vertraue euch.“Wir richten Kanäle, Markenstimme, Wissensspeicher & Co. eigenständig ein und zeigen das Ergebnis.
B · Verstehen-Wollen„Ich will wissen, was passiert, wenn ich hier etwas verändere.“Gemeinsames Einrichten, mehr Erklärung der Wirkzusammenhänge, mehr Übung beim Kunden.
Hinweis. Die meisten Onboardings sind Mischformen. Größere Organisationen mit eigenen Prozessen brauchen fast immer Anteile von Typ B – sie müssen verstehen, wo eine Markenstimme angelegt wird und was eine Änderung bewirkt.

3 · Rollen & Verantwortlichkeiten

RolleVerantwortung
Onboarding-Trainer:inFührt durch das Onboarding, richtet ein (Typ A) bzw. begleitet (Typ B), erklärt Wirkzusammenhänge, meldet Kundenfeedback an Produkt zurück.
Kunde – Eigentümer:inBesitzt den Workspace, sponsert die Credits, erteilt alle Logins/Freigaben (OAuth) selbst. Ist automatisch Administrator.
Kunde – Administrator:innenArbeiten operativ (z. B. Kommunikationsteam), planen und geben frei. Werden vom Eigentümer eingeladen.
Kunde – Zuarbeit (optional)Kolleg:innen mit eingeschränkter Berechtigung (z. B. nur Ideen einreichen).
ALLMEDIA-Support / ProduktZweiter Level bei Problemen, nimmt Roadmap-Feedback aus dem Feedback-Button auf.
Sicherheitsregel (unverhandelbar). Zugangsdaten, Passwörter und OAuth-Freigaben gibt immer der Kunde selbst ein – nie der Trainer. Das gilt auch für Kanalverbindungen und Kontoerstellung.

4 · Die Onboarding-Phasen im Überblick

PhaseInhaltDauer (Richtwert)
0 · VorbereitungKonten, Materialien anfordern, Website für Brand AI bereitlegenvorab, 30–45 Min
1 · KickoffÜberblick, Konten aktivieren, Support & Credits erklären, Erwartung klären60–90 Min
2 · Setup-EinrichtungBrand AI / Wissensspeicher / Markenstimme / Zielgruppen / Inhaltsstrukturen / Kanäle / Verbindungen1–2 Sitzungen
3 · Erste Beiträge & ÜbungGenerieren, bewerten, nachjustieren, Kunde übt selbstlaufend, 1. Woche
4 · AssistentenIdeensucher/Scout, News-Monitor, Redaktionsplanung – schrittweiseWoche 2+
5 · NachbetreuungSupport-Nutzung, Monthly Check-in, Feedback-Schleifenfortlaufend

Phase 0 — Vorbereitung (vor dem Kickoff)

Kunden-Accounts anlegen bzw. Einladung vorbereiten (Eigentümer + Admins, Teamplätze prüfen).
Website-URL des Kunden für die Brand-AI-Analyse bereitlegen.
Materialien beim Kunden anfordern (siehe Kapitel 7).
Prüfen, ob Zahlung/Plan aktiv ist und Credits gutgeschrieben sind.
Onboarding-Typ (A/B) und Kanäle grob vorabklären.

Phase 1 — Kickoff

Der Kickoff schafft Orientierung und aktiviert die Konten. Nutze die Muster-Agenda aus Kapitel 5. Wichtige Fixpunkte:

Grobe Logik erklären: Setup → Erstellen → Planen → Veröffentlichen → Auswerten.
Konten aktivieren: Einladung annehmen, Admin-Rechte bestätigen, Teamplätze zeigen.
Credits erklären: Eigentümer sponsert seine Credits im Workspace; monatliches Basis-Guthaben; Pakete nachkaufbar.
Support-Button zeigen und zur genauen Fehlerbeschreibung anleiten (Screenshot markieren). Feedback bringt Credits.
Aufzeichnung anbieten (Trainingszwecke, Nachbetrachtung) – Einverständnis einholen.

Phase 2 — Setup-Einrichtung (Reihenfolge)

1.Brand AI mit der Kunden-Website starten oder – falls schon vorhanden – überspringen.
2.Wissensspeicher Grundstock von 5–6 Seiten, thematisch in mehrere kleine Speicher (Unternehmensprofil, FAQ, Benefits …). Schnellstart: Website per KI zusammenfassen und einkopieren.
3.Markenstimme aus Vorlage wählen (B2B/Corporate meist „Professionell“ oder „Technisch“) und anpassen.
4.Zielgruppen 2–4 Personas (Name + Beschreibung genügt), gern aus dem Kommunikationskonzept ableiten.
5.Inhaltsstrukturen Formate wählen; Social-Vorlagen passen meist direkt, Sonderformate gemeinsam bauen.
6.Kanäle anlegen – Social zuerst, dann Blog/Website und interne Kanäle. Pro Kanal Stimme, Zielgruppen, Struktur, Wissensspeicher zuordnen.
7.Kanalverbindungen Connectoren einrichten (Kunde erteilt Freigaben). Wo kein Direktzugang: „Beitrag per E-Mail“ oder Copy-Paste.

Phase 3 — Erste Beiträge & Übung

Ein bis zwei Beiträge live generieren und gemeinsam bewerten (sparsam, wegen Credits).
Wenn Ton/Inhalt nicht passt: hinten am Setup (Markenstimme/Wissensspeicher) nachjustieren, nicht vorne umschreiben.
Kunden aktiv üben lassen – „Ihr könnt nichts kaputt machen, es wird nichts veröffentlicht.“

Phase 4 — Assistenten schrittweise

Erst einen Ideensucher/Scout sauber konfigurieren, Ergebnisse bewerten, dann ausbauen.
News-Monitor und Redaktionsplanung folgen, wenn Routine da ist. Nicht alles gleichzeitig scharf schalten.

Phase 5 — Nachbetreuung

Zum Monthly Check-in (Webinar in kleinen Kundengruppen) einladen – Feedback einsammeln.
Wiederkehrende Wünsche als Roadmap-Input über den Feedback-Button einmelden.

5 · Muster-Kickoff-Agenda (90 Minuten)

ZeitBlockZiel
0–10Begrüßung & ErwartungOnboarding-Typ, Ziele, Aufzeichnung klären
10–20Konten aktivierenEinladung annehmen, Admin, Teamplätze, Credits
20–30Plattform-LandkarteNavigation, Logik Setup→Erstellen→Planen
30–45Brand AI / WissensspeicherBasis anlegen, Grundstock erklären
45–60Markenstimme & Zielgruppenaus Vorlage starten, anpassen
60–72Kanäle & InhaltsstrukturenKanäle klären, Formate wählen
72–82Erster Beitrag liveGenerieren, bewerten, kuratieren
82–90Support, Credits, nächste SchritteFeedback-Button, Übung, Termin
Timing-Realität. 90 Minuten reichen für Überblick und Basis, nicht für ein vollständiges Setup. Plane bewusst eine zweite Sitzung ein und kündige an, dass in den Tagen danach viele Fragen auftauchen werden – das ist normal.

6 · Setup-Checkliste (zum Abhaken)

Fundament

Workspace angelegt, Eigentümer + Admins eingeladen und bestätigt
Brand-AI-Analyse durchgeführt oder bewusst übersprungen
Wissensspeicher-Grundstock (5–6 Seiten, thematisch getrennt) angelegt
Mindestens eine Markenstimme aus Vorlage erstellt und angepasst
2–4 Zielgruppen/Personas definiert

Kanäle & Formate

Benötigte Kanäle angelegt (Social zuerst)
Inhaltsstrukturen je Kanal zugeordnet
Pro Kanal: Markenstimme, Zielgruppen, Wissensspeicher zugeordnet (irrelevante Speicher ausgeschlossen)
Kanalverbindungen eingerichtet (Freigaben durch Kunden)

Betrieb & Übung

Erster Beitrag generiert und gemeinsam bewertet
Kunde hat selbst mindestens einen Beitrag erstellt
Support-Button & Credits erklärt
Optional: ein Ideensucher/Scout konfiguriert
Folgetermin / Monthly Check-in vereinbart

7 · Materialien vom Kunden anfordern

Diese Unterlagen beschleunigen ein hochwertiges Setup enorm. Fordere sie – wo vorhanden – vor oder direkt nach dem Kickoff an:

Kommunikationskonzept: beschreibt Kanäle, Zielgruppen, Personas – ideale Basis für Zielgruppen & Kanäle.
Social-Media-Strategie: hält oft schon Standard, Struktur und Tonalität fest – schnelle Markenstimme.
Unternehmenspräsentation: Vision, Mission, Ziele, Tätigkeiten – Kern des Wissensspeichers.
Weitere Inhalte: Steckbriefe der Abteilungen/Bereiche, Benefits, Projektbeispiele – füllen thematische Speicher.
Website-URL: als schnelle Quelle für den ersten Wissensspeicher-Grundstock.
Faustregel Wissensspeicher. Kein Roman: 5–6 Seiten ohne Wiederholungen genügen zum Start. Echter Text wirkt besser als 300 PDF-Seiten. Schnellstart: Website per Claude/ChatGPT zusammenfassen lassen und einkopieren.

8 · Do's & Don'ts für Trainer:innen

DoDon't
Mentales Modell zuerst (Setup→Erstellen→Planen)In der ersten Stunde jeden Knopf zeigen
Schrittweise einführen, erst BasisAlle Assistenten sofort scharf schalten
Hinten am Setup nachjustierenJeden Beitrag vorne komplett umschreiben
Kunde selbst üben lassenAlles nur vorführen, Kunde bleibt passiv
Kunde erteilt Logins/Freigaben selbstZugangsdaten für den Kunden eintragen
Credits sparsam live verbrauchenUnnötig viele Live-Generierungen
Feedback aktiv einmeldenKundenwünsche versickern lassen
Erwartung & Onboarding-Typ klärenUngefragt Full-Service annehmen

9 · Häufige Stolpersteine

Overwhelm: Der Kunde will alle Funktionen sofort → bremsen, Basis zuerst.
Kontext-Chaos: Wissensspeicher zu voll/zu allgemein → thematisch aufteilen, je Kanal steuern.
Ton daneben: Beiträge klingen „nicht wie der Kunde“ → Markenstimme schärfen, nicht Beiträge.
Connector-Hürde: Kein Publishing-Zugang (geschütztes CMS) → „Beitrag per E-Mail“ oder Copy-Paste.
Content-Overflow: Automatik zu früh → erst manuell/mit Freigabe, dann automatisieren.

10 · Handover & Abschluss

Kunde kann selbständig einen Beitrag erstellen, planen und freigeben
Kunde weiß, wo er Markenstimme/Wissensspeicher nachjustiert
Support-Weg & Feedback-Button verstanden
Credits-Logik verstanden
Nächste Schritte / Verantwortlichkeiten intern beim Kunden geklärt
Folgetermin / Monthly Check-in fixiert
Onboarding-Notizen dokumentiert (für Nachbetrachtung & Produktfeedback)
Ziel erreicht, wenn …. … der Kunde am Montagmorgen entspannt reinkommt, weil der Content schon geplant ist – und er selbst weiß, wie er nachschärft. Genau das ist ein gelungenes Onboarding.